Vorteile von BIM.pi gegenüber herkömmlicher Produktprüfung und Dokumentation
Die Auswahl, Prüfung und Dokumentation von Bauprodukten ist für Nachhaltigkeitszertifizierungen essenziell. Doch viele Auditoren, Generalunternehmer und Bauträger nutzen weiterhin E-Mails und Excel, was Mehraufwand und Intransparenz bedeutet. BIM.pi bietet dagegen eine zentrale, durchgängige Lösung, die alle Beteiligten in Echtzeit miteinander vernetzt. Wir zeigen Vorteile und Zeitersparnis.
Zeitersparnis – eine grobe Einschätzung
Die tatsächliche Zeitersparnis bei der Produktprüfung hängt von verschiedenen Faktoren ab, etwa der Projektgröße, Anzahl der Beteiligten, Anzahl der zu prüfenden Produkte und dem vorhandenen Workflow. Dennoch lassen sich anhand typischer Szenarien Schätzungen vornehmen.
In der folgenden Tabelle sind vier beispielhafte Szenarien für unterschiedlich komplexe Bauvorhaben dargestellt. Als Mittelwerte wurden die folgenden Annahmen getroffen:
- Aufwand Produktprüfung pro Produkt mit Mail/Excel: 40 Minuten
- Aufwand Produktprüfung pro Produkt mit BIM.pi: 10 Minuten
| Projektkomplexität | Anzahl geprüfter Produkte | Aufwand Produktprüfung | ||
| Mail/Excel | BIM.pi | Zeitersparnis | ||
| Einfaches Projekt (z. B. Logistikhalle) | 150 | 100 h | 25 h | 75 h |
| Mittleres Projekt (z. B. Kindergarten) | 250 | 160 h | 40 h | 120 h |
| Größeres Projekt (z.B. Bürogebäude) | 300 | 200 h | 50 h | 150 h |
| Sehr großes Projekt (z. B. Schulcampus) | 600+ | >400 h | >100 h | >300 h |
In diesen Zahlen sind nur die direkten Bearbeitungszeiten für die Produktprüfung berücksichtigt. Zusätzliche potenzielle Einsparungen ergeben sich durch weitere Faktoren, welche im Folgenden näher beschrieben sind.
Diese groben Richtwerte verdeutlichen, dass der Umstieg auf BIM.pi bei steigender Projektkomplexität einen immer größeren Effekt auf die Zeitersparnis hat. Neben der reinen Bearbeitungszeit sollten auch die zusätzlichen Vorteile (Beurteilung der Vollständigkeit, weniger Koordinationsaufwand, Einhaltung von Fristen, geringeres Fehlerrisiko) berücksichtigt werden, die den Nutzen für alle Projektbeteiligten noch weiter erhöhen.
Anteil der Produktprüfung am Gesamtaufwand für Auditorenleistungen
Aufgrund der zusätzlichen Koordinations- und Beratungsaufgaben kann man in der Praxis davon ausgehen, dass die eigentliche Prüfung und Dokumentation der Bauprodukte je nach Projektgröße unterschiedlich stark ins Gewicht fällt:
- Bei kleinen Projekten (z. B. Logistikhalle, kleines Wohngebäude): die materialökologische Begleitung kann einen signifikanten Anteil des Gesamtaufwands der Auditorenleistungen bei einer Nachhaltigkeitszertifizierung ausmachen.
- Bei größeren Projekten (z. B. größere Büro- und Verwaltungsgebäude, Schulcampus): der relative Anteil der reinen Produktprüfung fällt im Vergleich zum Gesamtaufwand der Auditorenleistungen kleiner aus, jedoch erhöht sich der Aufwand für Beratung und Koordination mit der Komplexität des Projektes erheblich. Der Gesamtaufwand hängt bei komplexen Projekten von vielen Faktoren ab, deshalb wird an dieser Stelle auf eine pauschale Aussage verzichtet.
Zusätzlicher Koordinationsaufwand
Neben der reinen Produktprüfung und Dokumentation kommt in der Praxis ein nicht unerheblicher Koordinationsaufwand hinzu. Dieser umfasst zum Beispiel:
- Beratung der Planer und Baufirmen hinsichtlich material- bzw. produktbezogener Anforderungen
- Mitwirkung bei Ausschreibung und Vergabe, um die Einhaltung von definierten Standards sicherzustellen
- Einweisung der ausführenden Firmen und der Bauleitung in die erforderlichen Nachweise und Dokumentationen
- Regelmäßige Rücksprachen mit Bauleiter und Bauherr, insbesondere bezüglich des Fortschritts der Materialfreigaben und bei Problemen auf der Baustelle
All diese Tätigkeiten sollten integraler Bestandteil der materialökologischen Begleitung oder Auditorenleistungen sein, um die Anforderungen erfolgreich umsetzen zu können.
Unterstützung durch BIM.pi bei Koordinationsaufgaben
BIM.pi kann nicht nur die Produktprüfung und Dokumentation deutlich vereinfachen, sondern auch bei den abgestimmten Koordinationsprozessen helfen:
- Zentrale Plattform: Alle Informationen und Dokumente sind für Planer, Bauherren, Baufirmen und Auditoren in Echtzeit zugänglich.
- Übersichtliche Darstellung: Durch eine strukturierte Auflistung der deklarierten Produkte pro Gewerk, Leistungsverzeichnis und Bauteilkatalog lässt sich schnell und sicher überprüfen, ob alle relevanten Produkte vollständig erfasst wurden – ohne mühsames Durchforsten verteilter Excel-Listen und LV-Texten.
- Klare Zuständigkeiten: Die Rollen- und Rechteverwaltung erleichtert es, relevante Informationen zielgruppendefiniert zu verwalten.
- Transparente Kommunikation: Rückfragen zum aktuellen Stand und offenen Punkten entfallen weitgehend, da jeder Beteiligte den aktuellen Projektstand im Blick hat. Abstimmungsprozesse werden beschleunigt und Streitfälle reduziert.
Durch diese Funktionen trägt BIM.pi maßgeblich dazu bei, die Vollständigkeit der Produktdeklarationen bei gleichzeitig reduziertem Aufwand und hoher Qualität sicherzustellen. Damit sinkt nicht nur die Zeit für die reine Prüfung, sondern auch der Abstimmungsaufwand unter allen Beteiligten wird deutlich reduziert. Gerade bei Nachhaltigkeitsprojekten bedeutet dies eine relevante Entlastung für Auditoren und Berater – sowohl bei kleinen als auch bei sehr komplexen Vorhaben.
Zeit sparen ist messbar – Sicherheit unbezahlbar
Ein weiterer großer Vorteil von BIM.pi ist die klare und praxisnahe Prüfgrundlage. Die Plattform zeigt die konkreten Anforderungen der jeweiligen Zertifizierungssysteme inkl. FAQs und anerkannten Labels direkt im Prüfprozess an – auch systemübergreifend bzw. in Kombination. Dadurch müssen Nachhaltigkeitsberater und Projektbeteiligte nicht mehr unterschiedliche Kriterienkataloge manuell durchsuchen. (Wobei ein DGNB-/QNG-Abgleich zwar vermutlich eine hervorragende Übung gegen Alzheimer ist – im Projektalltag soll er jedoch nicht manuell erfolgen.)
Zusätzlich werden praxisrelevante Hinweise integriert, beispielsweise:
- bei welchen Anwendungen technische Ausnahmen gelten,
- bei welchen Gewerken bzw. Produkten Baustellenkontrollen erforderlich sind,
- oder welche besonderen Randbedingungen berücksichtigt werden müssen.
Dadurch werden typische Unsicherheiten reduziert und falsche Bewertungen vermieden.
Neben den eigentlichen Schadstoffanforderungen berücksichtigt BIM.pi außerdem zahlreiche weitere Kriterien und Nachweise für Bauprodukte, die für Gebäudezertifizierungen relevant sind. Diese werden strukturiert im Prozess abgefragt, sodass alle notwendigen Informationen frühzeitig mitgedacht werden – ohne jedes Mal den vollständigen Kriterienkatalog eines Zertifizierungssystems prüfen zu müssen.
Fazit
Die Nutzung von BIM.pi zur Prüfung und Dokumentation von Bauprodukten bietet gegenüber E-Mail- und Excel-basierten Vorgehensweisen eine Reihe von Vorteilen:
- Transparenz: Alle Daten sind zentral abgelegt, stets aktuell und für alle Beteiligten einsehbar.
- Effizienz: Standardisierte Prozesse und integrierte Workflows sparen Zeit und reduzieren Fehlerquellen.
- Nachhaltigkeit: Weniger manuelle Schritte, weniger E-Mail-Last, direkter Bezug zur Ausschreibung und Bauteilkatalog und integriertes Fachexpertenwissen fördern einen durchgängigen digitalen Prozess.
- Risikominimierung: Dank klarer Dokumentation und Nachverfolgbarkeit sinkt das Risiko, eventuelle Dokumentationslücken zu übersehen.
- Sicherheit: dank eindeutiger Bewertungsgrundlage
Wer auf BIM.pi setzt, profitiert von einer deutlich beschleunigten, transparenteren und sichereren Prüfung und Dokumentation von Bauprodukten. Die Investition in unsere Lösung lohnt sich besonders bei mittleren und großen Projekten schnell – sowohl durch die eingesparte Zeit als auch durch die Verringerung von Prüfungs- und Umsetzungsfehlern.